Proviant

Proviant für Trekking-, Kajak-, Radtouren:

Wenn für mehrere Tage/Wochen die gesamte Nahrung mitgetragen werden muss sind Gewicht, Energiegehalt und Haltbarkeit entscheidend. Geringer Wassergehalt ist dabei der wichtigste Faktor, da Wasser relativ schwer ist und dem Körper kaum Energie liefert.

 
Ein Erwachsener benötigt bei bewegungsintensiven Touren etwa 2000 - 4000 kcal pro Tag. Dies entspricht bei nachfolgend genannten Produkten etwa 800 - 1000 g pro Tag.
 
z. B.
Frühstück:
Frucht-, Müsli-, Cerealienriegel, Trockenobst, Nussmischungen

Mittagessen/Snacks:
Haferflocken, Chiasamen (mit Wasser angerührt), Mais-, Kartoffelchips, Dörrfleisch

Abendessen:
Gefriergetrocknete Gerichte mit Kartoffeln, Reis, Nudeln, Couscous/Bulgur, Gemüse wie Erbsen, Bohnen, Fleisch etc. (kalt ca. 3 h oder heiss ca. 10 min rehydriert, direkt in der Tüte, oder in Schraubdeckelbecher/Topf s. Gearlist), Tortillas, Fladenbrot, Hartkäse

Bei oder kurz nach Supermarktbesuchen/Resupplies esse ich frisches (schweres) Obst- und Gemüse und trinke Frucht- oder Gemüsesaft, oder ein paar Bier...). Leicht zu tragen für den ersten Folgetag sind essfertige Salatmischungen (auch inklusive Sauce).

Proviantdepots/Food Drops:

In weniger besiedelten Regionen (oder bei besonderen Essenswünschen) ist es eventuell notwendig, Proviantdepots anzulegen, z. B. ein Paket per Post an sich selbst adressiert an ein Hostel, Resort, Rangerstation etc. schicken, oder per Auto, Helikopter etc. an bestimmten Positionen deponieren (lassen). Auf dem Appalachian Trail, Pacific Crest Trail, Continental Divide Trail, Te Araroa machen das viele Wanderer. Weitere Infos dazu in meinen jeweiligen Planungsinfos: z. B. https://www.blogger.com/blog/post/edit/4360427159815431557/8824163624442379088

Thema Reisekosten:

Vor allem auf längeren etwas abgelegeneren Touren sind die Kosten für Essen nicht zu unterschätzen (bei mir über 50% des Budgets)! Oft sind kleine Läden mit geringer Auswahl und relativ hohen Preisen die einzige Einkaufsmöglichkeit auf der Route. Depots/food drops können sehr teuer sein (Versandkosten, Lagergebühren, Mietwagen etc.).

Selbstverpflegung ist meistens die kostengünstigste Option, im Gegensatz zu bei jeder Gelegenheit in Restaurants zu essen. (Beispiel aus persönlicher Bekanntschaft: Manche Amerikaner hatten für einen ca. 6 monatigen AT Hike ca. 10000 $ Gesamtkosten, ich weniger als 5000 $ inklusive Flüge, Auslandskrankenversicherung, Visa).

 

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